DIE REGION VON AGADEZ

Ein Entwicklungsland wie Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

Durch seine geographische Lage, ein Binnenstaat der keine Verbindung zum Meer hat, liegen 4/5 seiner Fläche in der Sahara Wüste.

In Niger ist das Wasser also ein immer wieder kehrendes Problem.

Trotz der Schwierigkeiten arbeiten “Les Puits du Désert” und die NRO “Tidène” in einem des schwierigsten Teils des Landes: Das Tidène-Tal, wo wenig andere NRO tätig sind. Dieses Gebiet grenzt an die Sahara Wüste und seine Einwohner haben wenige Mittel um sich selbst zu erhalten. Es ist wichtig Trinkwasserstellen zu entwickelndie nicht nur den Nährpflanzenanbau ermöglichen aber auch zur Gewährleistung der Ernährungssicherheitunbedingt erforderlich sind. Die Menschen dieser Region sind energisch, dynamisch und optimistisch. Man braucht ihnen nur eine Ausbildung zu erteilen. Sie brauchen auch Mittel um Brunnen zu bauen oder zu erneuern, damit sie eine Selbstständigkeit und die Entwicklung ihres Tals erreichen.

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Wir arbeiten in 2 Zonen der Region von Agadez:

eine nördlich von Agadez, 100 km nördlich, einschließlich des Tidène-Tals.

eine südlich von Agadez in einem Gebiet von 300 km südlich in Dörfern und Siedlungen in der Stadt Aderbissinat in der Wüste Ténéré.

carte vallée de tideneDas Tidène-Tal

Das Tidène-Tal befindet sich im Aïr-Gebirge, 80 km nördlich von Agadez. Um dieses Tal zu erreichen muss man zuerst nach Norden, Richtung Arlit über eine geteerte Straße fahren. Danach  fährt man rechts auf eine Sandpiste die in zwei Stunden zu diesem 100 km langen und fast 40 km breiten Gebiet führt.

Da ist das Tidène-Tal wo, wenn die Nomaden zurückkehren,  ungefähr 16000 Personen leben

Es besteht aus einigen Lagerplätzen und viereckigen Lehmhäusern die zwischen Busch und Sand verstreut sind.

201_1992Dort scheint das Leben in diesem Tal langsam und ruhig zu vergehen. Die Ziegen fressen spärliche Pflanzen, hier und da frisst ein Dromedar Akazienblätter. Diese Ruhe versteckt aber ein sehr schwieriges Leben. Zu wenig Brunnen verursachen einen grausamen Wassermangel.

Femmes toubous

Die pastorale Zone

Das pastorale Gebiet, in dem wir tätig sind, liegt größtenteils südlich von Agadez in der Stadt Aderbissinat. Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Tuaregs (Ifedeyen, Ingadmawen, Ichirifen, Ifarayen, Kel Abarkot), deren Haupttätigkeit die Zucht ist. Das Gebiet ist vollständig geschlossen, da dort keine Straßenachse verläuft. Die Transportmittel sind Kamele, Esel oder einige private 4×4-Fahrzeuge.

Alle Lager, in denen wir tätig sind, befinden sich im Ténéré, das am weitesten entfernte ist fast 300 km von Agadez entfernt, eine 11-stündige Fahrt mit einem guten Allradfahrzeug

Die Bevölkerung der pastoralen Zone südlich von Agadez ist mit unzähligen Schwierigkeiten konfrontiert, die sich aus den folgenden Einschränkungen ergeben:

Es gibt keinen Wasserpunkt mehr als 25 km. Die Kinder sind für das Wasserholen verantwortlich und müssen einen Esel reiten, den ganzen Tag hin und her gehen, um das Lager aufzufüllen. Und dies zum Nachteil ihrer Schulbildung. Sie müssen lange Strecken auf der Suche nach Wasser zurücklegen

Bei der Zuchttätigkeit ist es notwendig, lange Strecken auf der Suche nach Wasser und guter Weide für das Vieh zurückzulegen.

Die Fundorte sind vollständig isoliert, was zu Brüchen bei bestimmten lebenswichtigen Produkten (Lebensmittel und Konsumgüter) führt.

Die verschiedenen und vielfachen Krankheiten, die die durch die Vermischung mit den Herden der transhumanten Hirten bevorzugten Viehbestände dezimieren, die natürlichen Ressourcen, die immer mehr abnehmen, wo die Notwendigkeit einer rationalen Ausbeutung besteht,

Das Bevölkerungswachstum der Bevölkerung, das wie jedes Jahr auf nationaler Ebene zunimmt, erfordert eine Diversifizierung der Aktivitäten für künftige Generationen durch die Schulung von Nomadenkindern.

Der Zugang zu Gesundheits zentren ist für diese Enklavenpopulationen ein Durcheinander, um zum nächstgelegenen Gesundheitszentrum (Echkar 260 km von Agadez) zu gelangen, müssen Sie 2 bis 3 Tage zu Fuß oder mit dem Esel gehen Aderbissinat.

Das Beispiel von Intawagré

Intawagré ist eines der letzten Lager, das nach unserer Begleitung zu einem vom Staat anerkannten Dorf wurde. Dieses Lager bestand ursprünglich aus 30 Familien oder 180 Einzelpersonen,

die in einem Gebiet von etwa 20 km um den verschlammten Brunnen verstreut waren. Jetzt gibt es fast 100 Familien, einen Dorfvorsteher, eine Schule, 2 Geschäfte und 2 Gemeindebrunnen.

Das Dorf ist 260 km von Agadez in der Wüste und fast 70 km von der nächsten Stadt entfernt.

Jede Familie ist sehr arm und hat weniger als einen Euro pro Tag zu leben. Nur wenige haben 1 oder 2 Kamele, die 4 Monate im Jahr Milch geben.

Die Kinder befanden sich in einer Strohhüttenschule und mussten Wasser aus dem traditionellen Brunnen holen, der drohte zusammenzubrechen. In einer sehr windigen Gegend, in der die Schule jeden Moment wegzufliegen droht und die Kinder Gefahr laufen, in den Brunnen zu fallen, haben wir beschlossen, zu handeln.

Die schule, vor und Jetzt

Der Brunnen, vor und Jetzt

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